19|03 Sanierung des Rathauses Dortmund – Generalplanung

Sanierung des Rathauses Dortmund - SUS Architekten Schoeps & Schlüter Münster

Im VgV-Verfahren lobte 2018 die Stadt Dortmund die Generalplanerleistungen zur Sanierung des Rathauses Dortmund aus. Das Büro SCHOEPS & SCHLÜTER Architekten aus Münster nahm an diesem Verfahren erfolgreich teil und bewies unter anderem mit der Vergleichbarkeit des ausgelobten mit dem laufenden Projekt Sanierung des Stadthauses in Münster die passende Qualifikation als Generalplaner. Der stufenweise Zuschlag wurde erteilt, mit den Leistungsphasen 1 und 2 wurde begonnen.

Das Rathaus Dortmund wurde zwischen 1987 und 1989 als 5-geschossiger Baukörper mit quadratischem Grundriss errichtet. Das Haus ist teilweise unterkellert. Im Erdgeschoss befindet sich die zentrale Bürgerhalle mit Atrium, das sich über alle Geschosse erstreckt. Aufgrund des aktuellen Gebäudezustandes und einer Nutzungsdauer von ca. 30 Jahren ist eine grundständige Sanierung des Rathauses erforderlich. Insbesondere die datentechnische Infrastruktur hat ihre Lebensdauer weit überschritten und ist dringend zu ersetzen. Gleiches gilt für die technische Gebäudeausstattung (Elektroleitungen, Wasserver- und -entsorgung, Heizungs- und Lüftungsanlage etc.). Zudem sind Maßnahmen zur Sicherstellung des Brandschutzes und der Betriebssicherheit erforderlich, da sich die heutigen Anforderungen an die Funktion und Betriebssicherheit des Gebäudes zur Ursprungssituation verändert haben.

Die erforderliche Sanierung erstreckt sich auf die Bereiche Gebäudehülle, der Innenräume und Innenflächen sowie auf die gesamten haustechnischen Anlagen, wobei keine grundsätzlichen Umbauten oder Veränderungen der Tragstruktur vorgesehen sind. Somit wird eine sogenannte 1:1-Sanierung angestrebt. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die brandschutztechnischen Belange gelegt. Die Grundrissgestaltung und die Erscheinung des Rathauses sollen beibehalten werden. Die Notwendigkeiten einer Veränderung sind in der Neustrukturierung der technischen Infrastruktur bzw. aus Sicht von sicherheits- und arbeitstechnischen Belangen geschuldet.

Da sich die Anpassung der technischen Anlagen auf alle Bereiche des Gebäudes erstreckt, müssen deshalb auch bekleidende Bauteile wie zum Beispiel Decken- und Wandflächen und zum Teil Fußböden im Anschluss überarbeitet werden. In diesem Zuge werden auch alle Sanitäranlagen überarbeitet.

Bildnachweis: Anneke Wardenbach, Stadt Dortmund

 

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