Individualbauten | Ideen & Wettbewerbe

Boibliothek und Stadtarchiv | Nienburg

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Planungsstudie 2015

 

Sanierung und Umnutzung des Gebäudekomplexes Lange Straße.31-33 in Nienburg / Weser


Die Auseinandersetzung mit dem Ort, zum einen traditionsbewusst und zum anderen fortschrittlich, soll das zentrale Thema des Entwurfes sein. So werden die traditionellen Gebäudestrukturen weitergeführt, um sich über Proportionen und Materialien in das gewachsene Umfeld einzufügen. Hierbei werden Gestaltungselemente des Ortskerns, wie z. B. das mit einem Walm versehene Giebeldach, übernommen und in eine zeitgemäße Architektursprache übertragen.

Die Leitidee des Entwurfes ist, die vorhandene, noch intakte Tragkonstruktion des Gebäudekomplexes zu nutzen. Die unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit willkürlich und ohne Bezug zur Umgebung gestalteten Fassaden und Dachlandschaften der 60er/ 70er Jahre werden demontiert. Der solide Rohbau kann erhalten und weiter genutzt werden. Die Gebäude sollen entkernt, erweitert und den neuen Nutzungen zugeführt werden.


Die neu gestalteten Baukörper sollen sich an den ortsbildprägenden Proportionen der umgebenden Bebauung orientieren. Zur Langen Straße hin wird die historische Höhenentwicklung aufgenommen, die Gebäude erhalten giebelständige Walmdächer. Das „neue“ Ensemble soll sich harmonisch, wie gewachsen in das bestehende Stadtbild einfügen - die Anmutung der ursprünglichen, historischen Bebauung soll in eine moderne Formsprache übersetzt werden.

Das Gebäude ist in unterschiedliche Baukörper aufgeteilt, die sich mit ihren Giebeln zur Langen Straße, bzw. zum Marktplatz wenden. Eine auf wenige Elemente reduzierte Formensprache soll die äußere Gestalt prägen und zugleich eine klare und ruhige Anmutung geben. Sie soll eine architektonische Einheit ausstrahlen.


Die reduzierte, kraftvolle Gestaltung der Fassaden soll deutlich machen, dass es sich um einen öffentlichen „Neubau“ handelt – die Stadtbücherei und das Stadtarchiv!


Die historischen Fensterproportionen werden sowohl in der neuen Fassadengestaltung zur Langen Straße als auch zur Krummen Gasse aufgegriffen. In der schlichten, modernen Fassade wird die ursprüngliche, historische Fensteraufteilung neu interpretiert. Durch gezielt angeordnete Umrahmungen in regionalem Wesersandstein wird die Fassade zusätzlich akzentuiert und eine weitere Maßstäblichkeit zur Umgebung hergestellt.

Wettbewerb Vereinsheim

SC Westfalia - Vereinsheim

Wettbewerb 2013

Neubau Vereinsheim SC Westfalia-

Kinderhaus

 

Das neue Gebäude/Baufeld orientiert sich orthogonal an der Spielfeldstruktur, die durch ihre Abgrenzungen stark ablesbar sind und somit städtebaulich Bezugskanten darstellen.

 

Die Zuwegung „Große Wiese“ quert das orthogonale System leicht verdreht und gibt so einen zweiten Bezug für das neue Gebäude vor.

 

Beide Blickwinkel werden übereinander gelagert und bestimmen mit den überschneidenden Rahmen die Raumkanten des neuen Gebäudes in dem die Funktionen Umkleide, Verein, Fitness, Gaststätte und Wohnen untergebracht werden.

 

Die Funktionen gruppieren sich um das Zentrum. Erschießung, Treffpunkt, Gedankenaustausch, Pausenbereich, Veranstaltung und vieles mehr soll sich in diesem Zentrum stattfinden.

 

Zwei sich gegenüberliegende, durch die Überlagerung der Strukturen, leicht abgeknickte Gebäuderiegel bilden mit dem verbindenden Dach den Rahmen für das neue Vereinsgebäude. Das zwischen den Riegeln eingefasste offene Atrium agiert als Zentrum. Nach Norden, zu den Spielfeldern, und Süden, zur Erschließungsstraße/ Sportstätten, lösen sich die Strukturen auf, lassen Einblicke gewähren und definieren die Zugangssituationen.

 

Auslober:             SC Westfalia Münster

Bearbeitungszeit:                      01/2013

Wettbewerb Dreifeldsporthalle

Dreifeldsporthalle in Pforzheim

Wettbewerb 2013

Dreifeldsporthalle in Pforzheim

 

Flankiert von der alleeartigen, historischen Brettener Straße setzt sich das neue Sportgebäude von der Nordstadtschule eigenständig in den Straßenraum ab. Die Präsenz an dieser Stelle markiert den Eingangsbereich (Adressbildung) und formuliert das Zusammenspiel mit dem Schulgebäude.

 

Gebäudeabstand und Höhenentwicklung der Sporthalle basieren auf der Fassadengliederung und den Proportionen des neoklassizistischen Schulgebäudes. Sockel, horizontale Gesimse und Lisenen werden aufgenommen und neu definiert. Hieraus entwickeln sich drei Ebenen: Eingangsebene, Hallenebene und die Galerieebene. Die Dachkonstruktion der Halle ist bewusst zurückhaltend und von der Gebäudebegrenzung zurückversetzt. Die Gebäudehöhe passt sich so an das Umfeld an.

 

Über eine semi-transparente Fassade, bestückt mit schemenhaften Sportpiktogrammen eines Künstlers (z. B. Otl Aicher), wird die Bewegung im Inneren des Gebäudes nach außen hin sichtbar gemacht. Die Fassade spiegelt so unmissverständlich die Nutzung des Gebäudes wider. 

 

Auslober:      Stadt Pforzheim

Bearbeitungszeit:      03/2013